Die Gelbbauchunke


Eine Untersuchung im Auftrag des Naturparks Haßberge

Projektlaufzeit: 2024 - 2026





Die Gelbbauchunke im Überblick

  • ca. 5 cm groß
  • warzige, braune Oberseite
  • auffällig gelb-schwarz gemusterter Bauch, der bei jedem Tier individuell ist (vergleichbar mit Fingerabdruck beim Menschen); dadurch ist eine Wiedererkennung der Tiere möglich
  • herzförmige Pupillen
  • zeigt bei Gefahr den Bauch nach oben

Projekthintergrund

Die Gelbbauchunke (Bombina variegata) gehört zu den ursprünglichsten noch lebenden Froschlurchen Europas. Sie ist auf spezielle Kleingewässer angewiesen, die heute immer seltener werden.


Auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Ebern gibt es eine bedeutende Population der Art. In den letzten Jahrzehnten wurde dort jedoch ein deutlicher Rückgang beobachtet: von 234 Individuen im Jahr 2004 auf nur noch 13 Tiere im Jahr 2018.


Um die Entwicklung der Population besser zu verstehen, wird das Gebiet im Rahmen eines Monitoringprojekts erneut untersucht und bewertet.



Projektziel

Ziel des Projekts ist es, den aktuellen Bestand der Gelbbauchunke auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Ebern systematisch zu erfassen und mit früheren Untersuchungsdaten zu vergleichen.


Dadurch soll die langfristige Entwicklung der Population nachvollzogen werden. Gleichzeitig sollen die vorhandenen und neu angelegten Kleingewässer hinsichtlich ihrer Bedeutung als Lebensraum bewertet werden.


Ein weiteres Ziel ist es, die Wirksamkeit bisheriger Schutzmaßnahmen zu überprüfen und daraus gegebenenfalls weitere Maßnahmen zum Erhalt der Art abzuleiten. Damit soll ein Beitrag zum langfristigen Schutz und zur Stabilisierung der Gelbbauchunkenpopulation im Gebiet geleistet werden.



Bisherige Erkenntnisse

Im Jahr 2024 wurden auf dem Gelände insgesamt 54 potenzielle Laichgewässer untersucht. In 15 dieser Gewässer konnten Gelbbauchunken nachgewiesen werden, sowohl Jungtiere als auch adulte Individuen.


Die Tiere wurden sowohl in neu angelegten als auch in älteren oder bereits bewachsenen Tümpeln gefunden. Teilweise wurden sogar kurzfristig entstandene Strukturen wie Fahrspuren genutzt.


Einblicke ins Projektgebiet 

Einblicke in die Lebensräume der Gelbbauchunke im Untersuchungsgebiet Ebern / Fotos: XXX??

Ausblick

Für die Zukunft sind wiederholte Begehungen geplant, um die Entwicklung der Population noch genauer zu erfassen.


Langfristig ist die regelmäßige Pflege und Neuanlage geeigneter Kleingewässer entscheidend für den Erhalt der Gelbbauchunke im Gebiet.