Insektenvielfalt in Bayern

Insektenvielfalt in Bayern

Aufarbeitung historischer Insektenfunde und Wiederholungskartierung

In Anlehnung an die „Krefeld-Studie“ sollen Wiederholungskartierungen in Süddeutschland durchgeführt werden, um die Entwicklung der Insektenpopulationen in Bayern zu bewerten. Dafür liegen uns historische Daten aus ganz Bayern aus verschiedenen Projekten zu Laufkäfern, Wanzen und Wildbienen vor. Diese werden mit aktuellen Untersuchungsergebnissen verglichen. 

Wir arbeiten in Kooperation mit dem Bund Naturschutz zusammen und werden hierfür vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördert. Projektdauer ist drei Jahre (1.8.2019 – 31.7.2022) 

Herausforderung

Seit 2017 werden aufgrund der Krefeld-Studie die Bestandszahlen der Insekten stark diskutiert. Darauf fußt auch das Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Dennoch fehlen ausreichend Daten, um eine Aussage über die Insektendichte in Bayern machen zu können.
Im Rahmen der Auflösung der Annahmestelle für biologisches Material (AnbiM) des Bayerischen Landesamtes für Umwelt(schutz) (LfU) liegt dem Antragssteller historisches Beifangmaterial aus ganz Bayern vor. Dieser historische „Datenschatz“ umfasst etwa 150.000 Proben seit 1978 mit mehr als 1 Mio. konservierten Tieren.

Ziel

Ziel des Projekts ist es, die unerlässlichen Grundlagendaten für die Entwicklung der Insektenpopulationen in Bayern bereitzustellen, um die Einflüsse von Klimawandel oder die Veränderung der Lebensraumstrukturen auf die Insektenwelt exakter identifizieren zu können. So soll untersucht werden, welche speziellen Artengruppen betroffen sind, ob es sich um bedrohte Arten handelt und ob es auch Arten gibt, die zugenommen haben. Daraus könnten wirksame Maßnahmen fachlich fundiert für den Schutz der Insekten entwickelt und bereits umgesetzte Naturschutzmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

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