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Erfahrungen, Ergebnisse, Perspektiven Die Bearbeitung der Beifänge liefert laufend neue Erkenntnisse über unsere heimische Fauna, besonders für Arten, die ansonsten nicht oder nur mit erheblichem Aufwand erfasst werden können. So wurde die Brandmaus, bislang nur bekannt aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld, erstmals auch im Landkreis Hof nachgewisen. Weitere bedeutende Nachweise: Bei der Neubearbeitung der Roten Listen gefährdeter Tiere in Bayern 2003 stellten die gesicherten Nachweise, die über Beifang-Auswertungen erbracht wurden, wichtige Grundlagen für die Einstufung von Arten in die unterschiedlichen Gefährdungskategorien dar. Beispiele: Ohrwürmer u. Schaben, Heuschrecken, Netzflügler, Käfer (alle Gruppen, z.B. Carabidae, Staphylinidae, Chrysomelidae, Curculionidae); Hautflügler (Ameisen, Pflanzenwespen, Wildbienen, Grabwespen, Wegwespen, Goldwespen, Faltenwespen u.a.), Zweiflügler (Schwebfliegen, Raubfliegen u.a.); Spinnen (alle Gruppen); Weberknechte; Pseudoskorpione; Landasseln; Hundert- und Tausendfüßer. In der Naturschutzpraxis liefern Beifang-Auswertungen nicht selten zusätzliche Daten, um bei Eingriffen oder Projekten Lebensraum-Bewertungen anhand von Zielarten auf eine breitere Basis zu stellen und fachliche Entscheidungen nachvollziehbar abzusichern. Die Annahmestelle lieferte auch wichtige Hinweise für die Wissenschaft, z.B. für das Standardwerk "Heuschrecken in Bayern", das 2003 im Ulmer-Verlag erschien. Künftig lassen sich aus den konservierten Beifängen wertvolle Grunddaten z.B. für vergleichende Untersuchungen zum Klimawandel ableiten.
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